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Die Freie Universität gründet das »Ada Lovelace Center for Digital Humanities«

News vom 18.02.2022

Im Zuge der digitalen Transformation werden auch die Forschungspraktiken der traditionsreichen Geisteswissenschaften zunehmend geprägt vom aktiven Umgang mit Computern, Daten, vernetzten Archiven, digitalen Werkzeugen und digitalen Gegenständen. Mehr und mehr Forschungsprojekte in den Kultur- und Geschichtswissenschaften, den der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft oder den Altertumswissenschaften erstellen digitale Editionen, setzen auf Text- und Datamining oder Digitale Bildanalyse. Damit kommen auch den Universitäts- und Forschungsbibliotheken neue Aufgaben und ein neuer Stellenwert zu. Zusätzlich zu ihren Aufgaben als Infrastruktur für die Literatur- und Informationsversorgung für Studierende, Lehrende und Forschende operieren wissenschaftliche Bibliotheken zunehmend als koordinierende Stellen und wissenschaftliche Hubs - als Begegnungs- und Wissensräume. Insbesondere das neue interdisziplinäre Forschungsfeld der Digital Humanities (DH) formuliert neue Anforderungen an Bibliotheken und ihre wissenschaftlichen Dienstleistungen.

Um den neuen Anforderungsprofilen der Digital Humanities (DH) in Forschung und Lehre gerecht zu werden, hat die Freie Universität ein Kompetenzzentrum für digitale Geisteswissenschaften ins Leben gerufen: das »Ada Lovelace Center for Digital Humanities(ADA)«. 

Das »Ada Lovelace Center for Digital Humanities (ADA)« bündelt, vernetzt und befördert die Aktivitäten der digitalen Geisteswissenschaften. Die Gründung des Zentrums beruht auf einer fächerübergreifenden Initiative und Kooperation der Fachbereiche Geschichts- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Geisteswissenschaften, Mathematik und Informatik sowie der Universitätsbibliothek. Der britischen Mathematikerin, Dichterin und weltweit ersten Programmiererin »Ada Lovelace« (1815-1852) als Namensgeberin verpflichtet, schlägt das Zentrum interdisziplinäre Brücken zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaften einerseits sowie den wissenschaftlichen Traditionen der Geistes- und Kulturwissenschaften andererseits.

Zum Ausbau und zur Förderung einer Community of Practice stellt das ADA eine soziale, kommunikative und räumliche Infrastruktur für die kooperative Entwicklung der Digital Humanities in Forschung und Lehre an der Freien Universität Berlin bereit. Es unterstützt Forschende der FUB in der Konzeption und Koordination von themen- und methodenbezogenen Arbeitsgruppen und Labs (Ada Labs) und vernetzt einschlägige Fachexpertisen aus den unterschiedlichen Querschnittsthemen der digitalen Geisteswissenschaften. Das ADA ist an der Universitätsbibliothek angesiedelt. 

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